• Georg Friedrich Kerstings Gemälde die "Frau am Spinnrad", © Stadtmuseum Güstrow
    Georg Friedrich Kerstings Gemälde die "Frau am Spinnrad"

Georg Friedrich Kersting

Die Kunst, den Ausdruck eines Menschen malerisch festzuhalten beherrschte Kersting in Perfektion.

Georg Friedrich Kersting war ein guter Freund Caspar David Friedrichs. Mit ihm durchwanderte er 1810 das Riesengebirge, in dessen Folge Friedrichs bekanntes Gemälde „Ruine Eldena im Riesengebirge“ entstand. Einige von Kerstings Interieurbildern zeigen den Landschaftsmaler Friedrich. Sein Gemälde, das Caspar David Friedrich arbeitend in seinem Atelier abbildet, gehört gewiss zu einem seiner bekanntesten Bilder, zeigt aber vor Allem, wo Kerstings große Stärke lag: Seine ausdrucksvollen Personen- und Interieurmalereien glänzen nicht nur durch die unverwechselbare Darstellung von Selbstversunkenheit und die Lebenswelt des Bürgertums, sondern machten den Romantiker zugleich zu einem der bedeutendsten Kunstvertreter des Biedermeiers.

Obgleich er in einfachen Verhältnissen aufwuchs, ermöglichte man ihm das Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, die auch schon von Friedrich und Runge besucht wurde. Das simple Fachwerkhaus, in dem Kersting das Licht der Welt erblickte, ist von außen anzusehen.  Das Geburtshaus Georg Friedrich Kerstings befindet sich heute in Privatbesitz. Nicht weit entfernt, illustriert das Stadtmuseum Güstrow nicht nur das Leben des Norddeutschen, sondern bietet Ihnen eine beachtliche Auswahl an Werken: Vom Frühwerk „Parklandschaft mit Quelle" (1808) aus Studienzeiten über Leihgaben beispielsweise aus der Zeit als Vorsteher einer Porzellanmanufaktur bis hin zum weltbekannten Genrebild „Kinder am offenen Fenster“ (1843) erhalten Sie einen umfassenden Einblick in Kerstings Leben und Schaffen. 

 

Natürlich Romantisch